(Amniozentese) (ab der 15. Schwangerschaftswoche)

Durch die Entnahme von Fruchtwasser aus der Gebärmutterhöhle werden kindliche Zellen gewonnen, die einer zytogenetischen Untersuchung unterzogen werden. Hierdurch können zahlenmässige Chromosomenstörungen (z.B. Down-Syndrom) erkannt bzw. ausgeschlossen werden. Bei besonderen familiären Konstellationen können darüber hinaus gezielte molekulargenetische Untersuchungen zur Erkennung familiärer Erkrankungen (z.B. „Bluterkrankheit“, Muskelerkrankungen) durchgeführt werden.

Die zytogenetische Untersuchung dauert im Durchschnitt 10 Tage. Die Durchführung eines sog. Schnelltests (PCR), der ein Ergebnis nach 24 Stunden liefert, ist möglich. Die Kosten für diese PCR müssen in der Regel selbst getragen werden (auch private Versicherungsträger übernehmen die Kosten nicht immer).

In aller Regel führen wir eine Amniozentese ausschließlich nach eingehender humangenetischer Beratung durch.

Durchführung
Unter Ultraschallkontrolle wird eine sehr dünne Nadel in die Fruchtblase eingeführt und 10-15 ml Fruchtwasser entnommen. Diese Fruchtwassermenge wird in der Fruchthöhle schnell wieder ergänzt. Die Einstichstelle verschließt sich in aller Regel direkt nach dem Eingriff spontan wieder.
In seltenen Fällen (die Zahl liegt in unserer Praxis bei ca. 0,3%) kann es zu einer Fehlgeburt kommen.

Praxis Dr. Rosenberg und Kollegen